Hausbock

Hausbock

Zuletzt aktualisiert am 23.07.2026

Bohrmehl oder alte Ausfluglöcher beweisen allein keinen aktiven Hausbockbefall. Vor einer Bekämpfung müssen Insektenart, Aktivität, Befallsausdehnung und Tragfähigkeit der betroffenen Hölzer geklärt werden.

Aktiver Befall oder Altschaden?

Der Hausbock befällt vor allem Nadelholz. Hinweise können ovale Ausfluglöcher, Fraßgeräusche, frisches Bohrmehl, Larven oder charakteristische Fraßgänge sein. Alte Löcher können Jahrzehnte sichtbar bleiben, obwohl kein aktiver Befall mehr besteht. Umgekehrt kann ein Befall im Inneren lange unbemerkt bleiben.

Untersuchung und Tragwerksbewertung

Die Untersuchung verbindet Sichtprüfung, Sondierung und bei Bedarf weiterführende Verfahren. Entscheidend ist nicht nur, ob Insekten aktiv sind, sondern wie viel tragfähiger Holzquerschnitt verbleibt. Tragende Bauteile sind statisch beziehungsweise holzschutztechnisch zu bewerten.

Sanierungsoptionen

Je nach Befund kommen Austausch oder Verstärkung geschädigter Hölzer, thermische Verfahren, zugelassene Holzschutzmittel oder Kombinationen infrage. Die DIN 68800-4:2020-12 bildet die Grundlage für Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen. Vorbeugend sind dauerhaft trockene Konstruktionen, kontrollierbare Details und konstruktiver Holzschutz wichtiger als ein pauschaler Chemikalieneinsatz.

Offizielle Informationen